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HEIDE - WOHNHAUS HAUS GEZEITEN IM DR.-GILLMEISTER-WEG
Antje Christiansen
Dr.-Gillmeister-Weg 11
25746 Heide

a.christiansen@bruecke-sh.de
Ruf (04 81) 7 86 11-0
Fax (04 81) 7 86 11-14

Das Haus Gezeiten bietet psychisch erkrankten und psychisch behinderten Menschen aus Dithmarschen, deren Krankheit sich chronifiziert hat und die eine umfangreiche Betreuung benötigen, ein Zuhause.

Durch die personelle Ausstattung und die rollstuhl- und behindertengerechte Bauweise ist es uns möglich, auch Menschen zu betreuen und zu pflegen, die zusätzlich zur psychiatrischen Diagnose unter körperlichen und organischen Erkrankungen und Einschränkungen leiden.

Wir bieten in fünf räumlich abgegrenzten Wohnbereichen Einzelzimmer mit eigenem Duschbad. Zu jedem Wohnbereich gehört eine gemeinsame Wohnküche. Die Zimmer sind ansprechend möbliert. Auf Wunsch können Möbel individuell ergänzt oder ausgetauscht werden. Ein großer Gemeinschaftsraum mit einem Wintergarten steht zur Verfügung. Der Garten ist großzügig angelegt und bietet für unterschiedliche Freizeitinteressen viel Platz.

Seit jeher versteht die Brücke SH unter Gemeindepsychiatrie auch eine Versorgungsverpflichtung für Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen. Als einzige Einrichtung in der Brücke SH gesamt haben wir im Haus Gezeiten einen geschlossenen Bereich. Dieser wurde 2010 mit zunächst fünf Plätzen eingerichtet, inzwischen gibt es zehn. Von einem weiteren Ausbau sehen wir ab.
Mit diesen Plätzen versuchen wir nach Kräften, Menschen mit besonderem Hilfebedarf sinnvoll zu entsprechen. Da die geschlossenen Plätze an den offenen Wohnbereich des Haus Gezeiten angebunden sind, ist dort unverzügliches Training möglich. Dies befördert, dass ein betroffener Mensch innere Strukturen wiedererlangt und sich stabilisiert. In Folge verändert sich die Betreuungssituation und der Beschluss der geschlossenen Unterbringung kann aufgehoben werden.

Folgende Qualitätsanforderungen stellen wir an unsere Arbeit im geschlossenen Bereich im Haus Gezeiten:
– Wir suchen die Menschen vor der Aufnahme auf, auch wenn sie nicht aufgenommen werden wollen, und stellen unsere Arbeit vor.
– Wir arbeiten mit dem personenzentrierten Ansatz, die Beziehung steht für uns im Vordergrund. Der Behandlungsplan richtet sich daran aus, die Barrieren, die einem Leben in der Gemeinde bisher im Wege standen, abzubauen. Wir versuchen gemeinsam mit dem/der Betroffenen und allen weiteren Beteiligten (wie gesetzlichen Betreuer/innen, Behandler/innen, soziales Umfeld) alternative Bewältigungsstrategien zu entwickeln, um Krisen vorzubeugen.
– Supervision und Fortbildung, Ausbildung in Deeskalation sind für uns Selbstverständlichkeiten.
– Trotz geschlossener Tür gibt es Ausgangsregelungen und Trainingsmöglichkeiten im Wohnverbund und in der Gemeinde.
– Auch bei uns ist der erste Tag des Einzugs der erste geplante Tag auf dem, wenn vielleicht auch etwas längeren, Weg zum Auszug bzw. zur Aufhebung der geschlossenen Unterbringung.
– Wir setzen uns für die Trennung von Behandlung und Wohnen ein.
– Wir beziehen das soziale Umfeld soweit als möglich mit ein.
– Es gibt Einzelzimmer mit Bad und Zugang zum Garten, Zugang zu Telefon und Internet.
– Es gibt therapeutische Begrenzung: Wir geben eine Struktur vor, wir fördern, fordern, konfrontieren und spiegeln.
– Wir orientieren uns an den allgemein gültigen Werten des Zusammenlebens.
– Besucher/innen sind gerne gesehen, jedoch schauen wir uns diese genau an und stellen uns und die Bedingungen vor, unter denen gearbeitet wird.

Wohnhaus Haus Gezeiten


Wir waren in Wacken!
Am Freitag, den 01. August 2014 haben sich sieben Bewohner aus unserer Einrichtung der Brücke Schleswig-Holstein, Haus Gezeiten in Heide auf den Weg nach Wacken gemacht. Begleitet wurden sie von fünf Betreuern und unserer fachlichen Leitung Antje Christiansen.

Unsere Mitarbeiterin Birgit Jundt knüpfte die Kontakte zu den Veranstaltern, sodass unser Wohnhaus bereits im Jahr 2013 eine E-Gitarre und ein Cachon für die Musikgruppe erhielt. Ausserdem für jeden Bewohner einen „Wackenbeutel“ mit allerlei Inhalt.

Die Instrumente kamen regelmäßig in der Musikgruppe mit dem Ergotherapeuten Ralph Geringer zum Einsatz und es wurde mit unseren Bewohnern viel gesungen und musiziert. Schnell entstand die Idee, sich am Wacken-Wochenende bei den Veranstaltern für die Geschenke zu bedanken. Ein Wacken-Lied wurde gemeinsam gedichtet und eingeübt und wir machten nun einen Tagesausflug daraus.

Mit Hilfe von Birgit Jundt entstand Kontakt zu Jenny Wirsing, sie führte uns als Guide quer über das riesige Wackengelände. Wir erfuhren allerhand Interessantes über das Festival und konnten mitten unter 85.000 Besuchern ein wenig „Wackenfeeling“ aufschnappen. Nach einem etwa eineinhalb-stündigen Rundlauf fuhren wir weiter zu einem Checkpoint, um den Veranstaltern vorzusingen. Nach dem selbst gedichteten „Wir fahren nach Wacken um abzurocken“ folgte noch die Zugabe „An Tagen wie diesen“. Es gab viel Applaus für unsere Bewohner und ein kühles Getränk zum Dank.

Als krönenden Abschluss wurde unsere gesamte Gruppe im Wacken-Cafe von Toni und seinem Team mit Getränken und Grillwürstchen im Brötchen versorgt.

Nach einigen Stunden praller Sonne, lauter Musik, netten Menschen und vielen Eindrücken sind wir uns sicher: Das war ein sehr besonderer Ausflug, der uns in Erinnerung bleiben wird!

Die Musik ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Arbeit und schafft Möglichkeiten des Ausdrucks, des Miteinanders und der Zugewandtheit. Im Rahmen der Inklusion von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ist dieser Ausflug ein schönes Beispiel dafür, dass über die Musik Grenzen abgebaut werden und neue Verbindungen entstehen.

Text: Dörthe Woiwod
Fotos: Birgit Herrling

Weitere Informationen
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Muhliusstraße 94
24103 Kiel
Ruf (04 31) 9 82 05-0
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